v.l. Claudia Nußmann Kommunikationsleiterin), Sandra Oehring (Geschäftsführerin), Arthur Eichner (2. Vorsitzender), Sandra Schäfer (1. Vorsitzende), Melanie Mederer (3. Vorsitzende), Anna Mohr (Schriftführerin), Veronika Petzold (Mitgliederverwaltung), Christine Stockfisch (Schatzmeisterin)
v.l. Claudia Nußmann Kommunikationsleiterin), Sandra Oehring (Geschäftsführerin), Arthur Eichner (2. Vorsitzender), Sandra Schäfer (1. Vorsitzende), Melanie Mederer (3. Vorsitzende), Anna Mohr (Schriftführerin), Veronika Petzold (Mitgliederverwaltung), Christine Stockfisch (Schatzmeisterin)
Delegiertenversammlung des Nürnberger Lehrer- und Lehrerinnenvereins

Klare Haltung im 205. Jahr

Die Bezirksdelegiertenversammlung des Nürnberger Lehrer- und Lehrerinnenvereins am 13. und 14. März stand im Zeichen bedeutender Entscheidungen und bildungspolitischer Herausforderungen.

Im 205. Jahr seines Bestehens diskutierten die Delegierten zwei Tage lang zentrale Themen der Schulpolitik und stellten wichtige Weichen für die kommende Amtsperiode.

Im Mittelpunkt des ersten Versammlungstages standen Wahlen, Anträge und intensive Beratungen. Die Delegierten brachten Erfahrungen aus der schulischen Praxis ein und diskutierten Fragen des Lehrkräftemangels, der steigenden Belastung der Kollegien, der Ausstattung der Schulen sowie der Bildungsgerechtigkeit. Ziel des Vereins bleibt es, die Interessen der Lehrkräfte gegenüber Politik und Verwaltung deutlich zu vertreten und konstruktiv an Lösungen für die Schulen in Nürnberg mitzuwirken.

 Bei den turnusgemäßen Wahlen wurde Sandra Schäfer einstimmig zur 1. Vorsitzenden gewählt. Arthur Eichner bleibt 2. Vorsitzender, während Melanie Mederer künftig das Amt der 3. Vorsitzenden übernimmt. Die Schatzmeisterei führt weiterhin Christine Stockfisch mit Max Braun als Stellvertreter. Die Schriftführung übernimmt Anna Mohr. Geschäftsführung und Mitgliederverwaltung liegen weiterhin bei Sandra Oehring und Veronika Petzold. Neu in der Vorstandschaft ist Claudia Nußmann, die künftig die Kommunikationsleitung verantwortet.

Eine wichtige inhaltliche Entscheidung traf die Versammlung mit der Aufnahme einer Präambel in die Satzung. Darin bekennt sich der Verein ausdrücklich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Ergänzt wird dies durch einen Unvereinbarkeitsbeschluss: Mitgliedschaften in extremistischen Vereinigungen oder Parteien sind mit einer Mitgliedschaft im Verein nicht vereinbar.

 Der zweite Tag der Delegiertenversammlung stand im Zeichen eines festlichen Jubiläumsakts. Unter den Gästen waren Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König sowie die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann. In ihren Grußworten betonten sie die zentrale Bedeutung von Bildung für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit des Landes.

 Ein besonderer Moment war das Gedenken an die Familie Adler, deren Schicksal stellvertretend für die Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger während des Nationalsozialismus steht. Zudem wurde Sandra Schäfer mit der Andreas-Därr-Medaille für ihr langjähriges Engagement für die Belange der Lehrkräfte ausgezeichnet. Karl Freller und Hartmut Rieck wurden zu Ehrenmitgliedern des Nürnberger Lehrer- und Lehrerinnenvereins ernannt.

Auch die Herausforderungen der Nürnberger Bildungslandschaft wurden deutlich benannt: sanierungsbedürftige Schulgebäude, notwendige Investitionen in Infrastruktur, gute hygienische Standards sowie eine zeitgemäße technische Ausstattung. Eine besondere Rolle wird künftig zudem das Startchancenprogramm spielen, an dem zahlreiche Nürnberger Schulen beteiligt sein werden.

 Mit der Delegiertenversammlung hat der Nürnberger Lehrer- und Lehrerinnenverein ein klares Signal gesetzt: Engagement für Bildung bedeutet zugleich Engagement für Demokratie, Chancengerechtigkeit und die Zukunft der Stadt Nürnberg.