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NLLV-(Un)Ruheständler

Der „Privatstadtteil“ der MAN

Der Himmel war leider sehr grau, blieb aber doch trocken, als sich am 1. März eine große Gruppe der NLLV-„Un“-Ruheständler aufmachte, wieder einmal einen für viele unbekannten Nürnberger Stadtteil zu erkunden.

Dass es ein interessanter Gang werden würde, dafür stand schon der Name unseres „Geschichte-für-alle-Führers“, Herrn Heidebroek, der uns schon im vergangenen Jahr mehrfach bewiesen hatte, dass er Nürnberg und seine Geschichte optimal vermitteln kann.

Vom Heistersteg über den Frankenschnellweg führte er uns in die Werderau, einen über mehrere Jahrzehnte gewachsenen Stadtteil, benannt nach einem der ersten Direktoren der MAN, für deren Arbeiter (und „Beamte“) die Wohnungen einst hauptsächlich gedacht waren. Bei der Planung spielte auch der Gartenstadtgedanke eine Rolle, was heute noch an einstigen Anbauflächen (durch die schmale Fußpfade führen) hinter den Häusern erkennbar ist.

Wegen der größeren Nähe zu anderen Stadtteilen wurde aber die Infrastruktur (Schulen, Kirchen, Geschäfte) nicht so vielfältig ausgebaut wie beispielsweise in der Bauernfeindsiedlung. Der Stil der Häuser veränderte sich – deutlich erkennbar - im Lauf der Jahrzehnte der Erbauung, je nach aktueller Mode. Manche hätten heute sicher ein wenig Renovierung nötig, der Denkmalschutz macht dazu aber strenge, teure Auflagen.

Herr Heidebroek wäre zweifellos willens und fähig gewesen, die interessante Exkursion weiter auszudehnen. Die Teilnehmer hatten aber auch in den ca. 90 Minuten schon viel gelernt.

Erich Hübel, Fotos auch M. Eichner