Nürnberger Lehrerzeitung Nr. 1-2021 07.03.2021

WUT UND TAT?

Kaum vorstellbar ist, was in den letzten Wochen und Monaten uns Lehrkräften und allen in Schule Tätigen so alles zu Ohren kam. Ein Bespiel: Einerseits gab es Stimmen die meinten, Schulen sind absolut ungefährlich und schrien nach sofortiger Öffnung,

alles halb so wild. Kaum Infektionen. Die andere Seite hatte gute Argumente, um für eine dauerhafte Schließung der Schulen zu plädieren. Natürlich gab es für beide Seiten Studien, klar. Dazwischen wir, Lehrerinnen und Lehrer, oft fassungslos ob der unfundierten Diskussionsgrundlagen. Irgendwie weiß ja auch jeder was dazu und wie Unterricht richtig geht sowieso. Wie kann man denn inmitten dieser unsicheren Erkenntnislage allein schon solche Diskussionen betreiben? Bergsteiger machen doch auch nicht einen Aufstieg davon abhängig, ob die Zahl der Abstürze am Berg gering ist: Wichtig für das Gelingen sind die Bedingungen am Berg und die Vorbereitung für den Aufstieg.

Genau hier muss es doch erstaunen, und zwar jeden erstaunen, wie lang es dauert, bis unsere Forderungen nach der gesundheitlichen Fürsorge an Schulen Gehör finden.