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NLLV-(Un)Ruheständler

Aufbruch ins Weltall

Es ist ja gar nicht weit bis nach Feucht, aber trotzdem dürften viele noch nie das „Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum“ besucht haben, das aber für Interessierte eine wahre Schatzkammer darstellt.

Untergebracht ist es (noch - der Museumsverein hofft auf einen Neubau) im Torbau des Pfinzing-Schlosses, das Hermann Oberth, aus Siebenbürgen stammend, als Teilruine kurz nach dem Krieg kaufte.

Die Räumlichkeiten sind zwar beengt, bergen aber eine so große Fülle an Exponaten, dass man gar nicht alle erfassen kann. Wenn man aber, wie wir, so einen kundigen Führer wie Herrn Zuber hat, darf der auch die vereinbarte Stunde weit überziehen, ohne dass es langweilig wird.

Besonders machte er deutlich, dass es tatsächlich Hermann Oberth war, der in den zwanziger Jahren als erster die theoretischen Grundlagen für die Raketentechnik und die Raumfahrt legte. Da überrascht es schon, wie dünn das betreffende Buch war, das Wissenschaftler in aller Welt zum Weiterdenken anregte.

Herr Zuber veranschaulichte viele dieser Theorien an den ausgestellten Exponaten und wies darauf hin, dass es im Feuchter Museum sogar Modelle gibt, die man in den USA entsorgt hatte, und die man nur noch hier sehen kann. Man spürte Zubers Leidenschaft für die Thematik und ließ sich anstecken!

Erich Hübel